Limburg an der Lahn

Eine kleine Stadtgeschichte

Man erzählt sich in alten Gassen, dass der stolze Limburger Georgsdom hoch oben auf dem Felsen einst argwöhnisch nach Köln blickte. Als die Limburger im Mittelalter sahen, wie prächtig und bunt ihr eigener Dom in den Farben Rot, Weiß, Ocker und Anthrazit erstrahlte, sollen sie spöttisch gemeint haben, ihr Kirchlein brauche den Vergleich mit den großen Metropolen am Rhein jedenfalls nicht zu scheuen.

Obwohl der Volksmund die Limburger bisweilen scherzhaft als hochnäsig ("lombisch") oder übertrieben stolz auf ihr schönes Fachwerk und das markante Sieben-Türme-Ensemble bezeichnet, schmilzt jeder spitzbübische Stolz dahin, sobald man bei Abendsonne an der Lahn steht und der Dom im warmen Lahntal goldrot leuchtet. Dann wissen alle: Es gibt eben Köln – und es gibt das unvergleichliche Limburg.